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Jahreshauptversammlung 2021

Bilanz eines ungewollt stillen Jahres
138. Jahreshauptversammlung des Waldvereins, der Sektion Zwiesel - Ehrung von langjährig treuen Mitgliedern

 


Die geehrten langjährigen Mitglieder des Waldvereins, (von li.) 3. Bürgermeister Jens Schlüter, Neubert Reinhart, Schumann Rosemarie, Baierl Alfred, Moser Inge und Paul, 1. Vorsitzender Thum Egon (Mitte), stv. Bullik Manfred, für Sohn Sebastian, Allgaier Waltraud, Dudenhauser Manfred und Weiß Klaus. Den nicht anwesend zu ehrenden Mitgliedern, werden ihre Ehrenurkunden und die Ehrenabzeichen zugesandt.

In diesen nach wie vor nicht alltäglichen Zeiten, hat Egon Thum, 1. Vorsitzender des Waldvereins Sektion Zwiesel, die Lockerung der Pandemieauflagen genutzt und kurzerhand eine Jahreshauptversammlung für die Mitglieder im Saal der Arbeiterwohlfahrt einberufen. Hier konnten die Hygiene- und Abstandsregeln gut eingehalten werden.
Egon Thum begrüßte die anwesenden Gäste, darunter den 3. Bürgermeister Jens Schlüter, die Stadträte Alexander Hannes und Georg Stadler und vor allem die zu ehrenden Mitglieder, die dem Verein bereits seit 25, 40, 50 und 60 Jahren die Treue halten.
Im Anschluss daran gedachte Egon Thum der im Jahr 2020 verstorbenen 14 Mitglieder und verlas deren Namen. Er bat die anwesenden Gäste aufzustehen und ihrer in einer Schweigeminute zu gedenken. Verstorben sind folgende Mitglieder: Brose Gisela, Lederer Eleonore, Gerstenecker Armin, Keilhofer Franz, Schneider Heidi, Windte Margarethe, Ganser Oskar, GÜNTHER Alfred, WERNER Heinz, Hofherr Maria, Lehner Gerlinde und Heinz, Niedermaier Josef, Jüngling Rolf und Moser Philomena. Wir werden Ihnen stets ein ehrendes Gedenken erhalten", sprach Egon Thum.

Dann übergab Egon Thum das Wort an den 3. Bürgermeister Jens Schlüter, der die Stadt Zwiesel vertrat. Dieser begrüßte den 1. Vorsitzenden Egon Thum, seine Stadtratskollegen, die Damen und Herren der Vorstandsschaft und des Ausschusses sowie die anwesenden Mitglieder des Waldvereins. "Er überbrachte Grüße der 2. Bürgermeisterin Elisabeth Pfeffer, und fügte an, dass der Waldverein aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr weg zu denken ist. Leider sind aufgrund der Corona-Pandemie etliche fest im Verein verankerte Veranstaltungen ausgefallen. Glücklicherweise konnte 2020 die Buntspecht-Ausstellung noch stattfinden, heuer leider nicht mehr". Er sprach Worte des Dankes an Egon Thum und alle Aktiven aus und wünschte dem Verein auch für die Zukunft alles Gute.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt waren die Berichte der Vorstandschaft vorgesehen.
Als Erster ließ Vorsitzender Egon Thum das vergangene Vereinsjahr noch einmal kurz Revue passieren. Er erklärte, dass es aufgrund der Pandemie nicht möglich war, ein abwechslungsreiches Programm für Ausflüge, Veranstaltung und Wanderungen festzulegen. Dies war in der langjährigen Geschichte des Vereins noch nie der Fall. Unser Wanderwart Martin Weinberger mit seinen kundigen Wanderführern und die Kulturwartin Ursula Stober, hätten wieder mit zahlreichen Unternehmungen für die Mitglieder aufwarten können, doch scheiterte es an der Machbarkeit aufgrund der strengen Corona Regeln. Der Verein stehe momentan noch dank der guten wirtschaftlichen Führung recht gut da, doch die Digitalisierung mit den entsprechenden Anschaffungen machten auch vor dem Verein nicht halt. Egon Thum fügte an, dass eine Beitragserhöhung im nächsten Jahr unumgänglich ist, damit das Niveau gehalten werden kann und die Mitglieder mit den gewohnt interessanten Aktivitäten weiterhin rechnen können.

Besonders erfreut zeigte sich Egon Thum, dass der Zwieseler Buntspecht im Jahr 2020 trotz Corona durchführbar war, mit der Sonderausstellung des verstorbenen Malers und Grafikers Johann Baptist Wölfl. Er fand Worte voll des Lobes für das gesamte Buntspecht Team, der künstlerischen Leitung von Annemarie Pletl, die alle trotz diesen erschwerten Bedingungen zum großen Erfolg dieser Ausstellung beigetragen haben. Er bedauerte, dass man heuer wegen der unklaren Lage hinsichtlich der Belegung der Mittelschule in den Ferien die Ausstellung habe absagen müssen. Auch liebgewonnene Veranstaltungen wie Herbstsitzweil, Paradeislbinden und die Adventsfeier fielen Corona zum Opfer. Egon Thum wies auf die im zweiten Halbjahr geplanten Termine hin, in der Hoffnung, dass diese auch durchführbar sind. Zum Schluss dankte er seinen Vorstand- und Ausschusskolleginnen und -Kollegen für ihre Unterstützung und die stets gute Zusammenarbeit.
Schriftführerin Marianne Hirschbold gab als nächstes die Mitgliedszahlen des Vereins bekannt. Sie teilte mit, dass der Verein insgesamt 681 Mitglieder zähle, die sie im Jahr 2020 dem Hauptverein gemeldet habe. Es fanden Corona bedingt nur 4 Ausschusssitzungen, eine Vorstandssitzung und eine Nachbesprechungssitzung des Zwieseler Buntspechts statt.
Schatzmeisterin Ursula Lundqvist (kommissarisch), konnte in ihren Aufstellungen den Anwesenden noch die den Verein betreffenden entsprechenden Zahlen aufweisen. Viele Posten, die sonst kostenintensiv waren, sind durch die Coronapandemie nicht entstanden, da vieles nicht stattfand. Andere dagegen, sind gerade deshalb entstanden (Digitalisierung, Hygienevorsorge, etc.). Sie wies jedoch noch vorsorglich darauf hin, dass sich evtl. durch weitere Investitionen oder andere nicht vorhersehbare Ausgaben künftig höhere Kosten nicht vermeiden lassen werden. Entsprechende Rückstellungen dafür wurden gebildet. Im Großen und Ganzen aber, stehe der Verein momentan noch auf gesunden Füßen.

Den Kassenbericht von Gisela Rabe (diese war verhindert), las Egon Thum vor. Diese nahm die Prüfung allein vor, da Gerhard Brose erkrankt war. Sie bescheinigte Ursula Lundqvist eine tadellose, korrekte Buchführung. Die Entlastung von Ursula Lundqvist erfolgte von den stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern einstimmig.
Den Bericht der Kulturwartin Ursula Stober, fiel diesmal leider knapp aus. Alle ihre bereits fest geplanten Unternehmungen mussten abgesagt werden. "Es waren so schöne Ziele geplant": "Tegernsee mit Wallberg, Münchner Residenz, mit Schatzkammer usw.", um nur ein paar zu nennen. "Ob die herbstliche Sitzweil stattfinden kann, ist noch fraglich, aber wir hoffen und holen alles nach", versprach Ursula Stober.
Wanderwart Martin Weinberger konnte auch nur über ein paar Wanderungen berichten, die durch ihn und seinen Wanderführern Leo Kolb und Heinz Münchmeier im Jahr 2020 durchgeführt werden konnten. Leo Kolb führte mit einer munteren Schar die traditionelle Dreikönigswanderung und die zum Wagensonnenriegel durch, Heinz Münchmeier war für die Faschingsdienstagswanderung, die nach Dreieck zum Gasthaus Greipl führte, zuständig. Martin Weinberger führte im September eine Flusswanderung von Regenhütte nach Bayrisch Eisenstein und zurück, mit Einkehr im Cafe "Tiermuseum" durch sowie eine E-Bike Überraschungstour ab Theresienthal, die über drei Stunden und 45 km, mit unterschiedlichsten Herausforderungen, Zwischenzielen mit Sehenswürdigkeiten und dem Endziel Gutsgasthof Oberfrauenau bei einer kräftiger Brotzeit endete, bevor man gestärkt nach Zwiesel zurückfuhr.

Auch Alexander Hannes als Jugendwart, konnte leider die von ihm geplanten Ausflüge und Aktivitäten zum Jochenstein, Kehlsteinhaus oder Eisstockschießen, mit seiner Jugendgruppe nicht durchführen. Er hofft, dass die demnächst von ihm geplanten Unternehmungen nicht wieder durch eine erneute "Coronawelle in Wasser" fallen. Er wies noch auf die neuen Flyer zur Werbung für eine junge Nachwuchsgeneration im Verein hin und sagte Dank an die Familie Stadler, die bei der Gestaltung desselben so tatkräftig mitgeholfen haben.
Hüttenwart Herbert Habinger konnte in seinem Bericht für 2020 trotz allem auch wieder respektable Zahlen bei der Belegung der Hütte vorlegen. Sie war in 59 Nächten, mit 318 Personen unterschiedlichster Altersgruppen belegt, unter Einhaltung der gebotenen Corona Regeln. Seiner Frau Sonja, die zusammen mit ihm seit Jahrzehnten ehrenamtlich die Höllbachhütte betreut, wurde jetzt von Seiten der Staatsregierung durch Markus Söder schriftlich für 30 Jahre Ehrenamt und mit einer Goldenen Anstecknadel ausgezeichnet. Die persönliche Ehrung wird demnächst offiziell in München vorgenommen. Herbert Habinger bedankte sich auch bei seinen künftigen Nachfolgern Fritz Lemberger und seiner Lebensgefährtin Daniela Mühlbauer-Ochner, den vielen ehrenamtlichen Helfern des Waldvereins beim Holzmachen für den Winter, Martin und Manfred Weinberger, Leo Kolb, Heinz Münchmeier, Herzog Franz und Bernd Brandl und bei den Verantwortlichen des Nationalparks den Herren Gaisbauer und Brauer und ihren Mitarbeitern, für ihre stets loyale Unterstützung bei vielen seiner Anliegen und ihren hilfsbereiten Einsätzen und Holzspenden für die Hütte.
Irmgard Schaffer ließ durch Egon Thum ausrichten, dass es Corona bedingt seitens der Musikschule Zwiesel keine nennenswerten Veranstaltungen gab.
Nach den Berichten der Vorstandschaft, erfolgte durch die stimmberechtigten Mitglieder die Entlastung der Vorstandsschaft einstimmig, ohne Gegenstimmen und Enthaltungen.

Bei den nun folgenden Ehrungen wurden durch Egon Thum, 24 langjährigen Mitgliedern des Waldvereins, für 25, 40, 50 und 60 Jahre Treue zum Verein, die Ehrenurkunde und das jeweilige Ehrenabzeichen verliehen.

Für 25 Jahre wurden geehrt:
Baierl Alfred, Bullik Sebastian (stellvertretend durch den Vater), Dudenhausen Manfred, Moser Inge und Paul, Reiss Stilla und Kurt, Resch Manfred
Für 40 Jahre wurden geehrt:
Allgaier Waltraud, Bauer Karl, Eichmann Wolfgang, Heider Erich, Hofmann Karl-Heinz, Kuchler Gertrude und Wilhelm, Neubert Reinhart, Tiebel Elisabeth

Für 50 Jahre wurden geehrt:
Gröger Maria, Schumann Rosemarie, Weinzierl Elinor

Für 60 Jahre wurden geehrt:
Huttner Jürgen, Lambürger Manfred, Oesterle Annemarie, Weiß Klaus

Keine Wünsche und Anträge erfolgten bei diesem Tagesordnungspunkt.
Bei seinem Schlusswort dankte Egon Thum den anwesenden Ehrengästen und Mitgliedern für ihr Kommen, den Vorstands- und Ausschussmitgliedern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit in allen unterschiedlichen Bereichen und nannte als wichtigstes Thema weiterhin die Mitgliederwerbung und die gemeinsame Arbeit zum Wohle des Vereins, der Natur, des Brauch- und Kulturgutes, der Pflege und Erhaltung des heimischen Musik- und Liedgutes, im Sinne der Vereinsinhalte. Er wies auch auf die Ankündigungen in der Home Page und in der lokalen Presse hin, in denen die jeweiligen Unternehmungen des Vereins rechtzeitig veröffentlicht werden. Egon Thum bedankte sich für die Aufmerksamkeit und beendete die 138. Jahreshauptversammlung im Saal der Arbeiter Wohlfahrt.

JHV 2020